Dear england: enthüllungen hinter den kulissen des englischen fußball-dramas
Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist groß, doch die BBC schürt mit der neuen Dramaserie „Dear England“ bereits jetzt die Fußball-Leidenschaft. Die vierteilige Produktion, basierend auf dem preisgekrönten Bühnenstück, beleuchtet die bewegte Zeit des englischen Nationalteams unter der Leitung von Gareth Southgate ab 2016 – eine Zeit, die das Land in ihren Bann zog.
Ein dramatischer auftakt: der fall allardyce
Die Serie beginnt mit der Ernennung Southgates, eingebettet in eine dramatische Darstellung des Abschieds des vorherigen Trainers Sam Allardyce. Ein Pint Wein wird zum Symbol für einen Skandal, der die Fußballwelt erschütterte. Doch was steckt wirklich hinter dem plötzlichen Aus Allardyce’s? Und war es wirklich ein Glas Weißwein?
Die Serie beginnt mit einem wichtigen Hinweis: „Dear England ist eine fiktionalisierte Darstellung der Kämpfe und Erfolge des englischen Fußballteams. Sie basiert auf realen Ereignissen und stützt sich auf umfangreiche Recherchen und Interviews. Einige Charaktere basieren auf realen Personen, andere wurden aus dramaturgischen Gründen erfunden. Im gesamten Verlauf wurde der Dialog vom Autor erfunden.“

Die wahrheit hinter der fassade: was wirklich geschah
In der Realität wurde Sam Allardyce 2016 als Nachfolger von Roy Hodgson präsentiert. Doch nur 67 Tage später folgte seine Entlassung, ausgelöst durch einen Bericht des „Daily Telegraph“. Allardyce wurde gefilmt, wie er – ohne sein Wissen – von sich aus angeheuerten Reportern, die sich als Geschäftsleute ausgaben, Ratschläge zu illegalen Spielertransfers gab. Die Summe, die ihm dafür angeboten wurde, soll bei 400.000 Pfund gelegen haben.
Die FA reagierte prompt: „Allardyce’s Verhalten, wie heute berichtet, war für den englischen Nationaltrainer unangemessen. Er gesteht einen erheblichen Fehlurteil ein und hat sich entschuldigt. Aufgrund der Schwere seiner Handlungen haben die FA und Allardyce jedoch einvernehmlich beschlossen, seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung zu beenden.“ Allardyce selbst entschuldigte sich ebenfalls und räumte ein, dass einige seiner Äußerungen zu Verlegenheit geführt hätten. Er bedauerte, das Team zu verlassen.
Und ja, der Wein spielte tatsächlich eine Rolle. Allardyce wurde während des Undercover-Treffens mit einem Glas Weißwein gefilmt. Ob er ihn ausgetrunken hat, bleibt jedoch unklar. „Dear England“ bietet einen spannenden Einblick in diese turbulente Zeit, auch wenn die Serie die Realität dramatisch aufbereitet.

Mehr als nur fußball: eine nation im wandel
Die Serie zeigt nicht nur die sportlichen Aspekte, sondern auch den Einfluss des Fußballs auf die englische Gesellschaft. Die Erwartungen, der Druck, die Identität – all das wird auf eindringliche Weise dargestellt. „Dear England“ ist ein Muss für alle Fußballfans und bietet gleichzeitig einen interessanten Blick auf die britische Kultur und Mentalität.
