musik

Olivia rodrigo: ihr neues album spaltet – und ich bin dabei!

Olivia Rodrigo, die 21-Jährige, die mit „Sour“ und „Guts“ eine ganze Generation von Breakup-Songs neu definiert hat, ist zurück. Ihr drittes Album, „You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love“, ist da und – ja, es ist kompliziert. Als fast 33-jährige Musikliebhaberin muss ich gestehen, dass meine Begeisterung für ihre Musik vielleicht ein wenig… anachronistisch wirkt. Aber wer kann schon dem cathartischen Gefühl widerstehen, zu „Good 4 U“ mitzuschreien, nachdem das Herz wieder in Scherben liegt?

Ein nostalgischer trip in die popkultur der 90er

Ein nostalgischer trip in die popkultur der 90er

Das neue Album ist ein faszinierender Mix aus Synth-Pop-Vibes und einer unerwarteten Rückkehr zum Babydoll-Look – eine Entscheidung, die ich uneingeschränkt lobe. Mehr Courtney Love-Referenzen in der Popmusik wären ein Segen für die Welt! Rodrigo scheint sich hier von ihren musikalischen Wurzeln inspirieren zu lassen, und das ist erfrischend. Die Einflüsse von Hole sind deutlich zu spüren, und das verleiht dem Album eine gewisse rohe Energie.

Besonders gefällt mir, wie Rodrigo mit den Erwartungen spielt. Die Lyrics sind ehrlich, oft schmerzhaft, aber immer authentisch. Das Geständnis, neidisch auf andere Frauen zu sein, ist überraschend relatable und frei von jeglichem „Pick-Me“-Syndrom. Es ist einfach… menschlich. Der Vergleich mit Jolene ist dabei treffend.

Einige Tracks stechen jedoch besonders hervor. „Maggots for Brains“ ist ein absoluter Ohrwurm, den ich mir am liebsten mit maximaler Lautstärke aus meinem Autoradio knallen würde. Die Zeile „I’m a zombie in my body“ – das ist es doch, was wir alle manchmal fühlen, wenn die Depression uns fest im Griff hat. Es ist eine ehrliche Darstellung von psychischem Leiden, die mich persönlich berührt hat. Und ja, ich muss jetzt dringend meine Erdbeeren im Kühlschrank pürieren, bevor sie endgültig den Verwesungsprozess einleiten.

Auch das Comeback des Emoticons „<3“ in „U+Me=<3“ ist ein netter Detail. Rodrigo hat Recht: Cadbury ist der romantischste Snack überhaupt! Amerikanisches Süßigkeiten sind zu süß, Schweizer Schokolade zu abgehoben. Die britischen Leckereien sind einfach unschlagbar.