Chloe qisha: die pop-sternchen, die die festival-sommer erobern wird!

Es ist kein Geheimnis mehr: Chloe Qisha ist auf dem besten Weg, die nächste große Pop-Sensation zu werden. Nach Auftritten als Support für Sabrina Carpenter und der Auszeichnung als einer der vielversprechendsten Newcomer von BBC’s Sound of 2026, steht die 27-Jährige nun kurz vor ihrem Durchbruch auf den großen Festivalbühnen von Isle of Wight und Reading. Und wer in der Menge steht, sollte sich auf eine interaktive und flirtende Performance einstellen.

Ein auftritt, der zum flausen bringt

“Ich rede und necke gerne zwischen den Songs”, verrät Qisha. “Die amerikanischen Fans schreien mir Sachen nach und flirten zurück – diese Energie liebe ich!” Die Bühnenoutfits der US-Tour waren dabei mehr als nur Kleidung: Sie waren versteckte Hinweise auf kommende Überraschungen. “Ich habe viel Wert auf die Outfits gelegt, denn Mode kann für aufstrebende Künstler ein sehr mächtiges Werkzeug sein. Als Musikhörer möchte ich wissen: ‘Das ist die Künstlerin, die ich sein will’ – und das spiegelt sich im Look wider.” Inspiriert von Künstlerinnen wie Charli XCX, setzte Qisha auf einen “Graphic Baby Tee und Chaps” – eine klare Botschaft, die ihre Persönlichkeit unterstreicht.

Pop-musik: ein neues kapitel der coolness

Pop-musik: ein neues kapitel der coolness

Die Diskussion, ob Popmusik immer noch mit einem gewissen Stigma behaftet ist, wird von Qisha entschieden zurückgewiesen. “Das ist nicht mehr so, besonders seit der Erfolg von ‘The Powerpuff Girls’ (Sabrina Carpenter, Chappell Roan und Charli XCX) im letzten Jahr. Sie haben Popmusik in eine eigene Klasse katapultiert.” Aber immer noch gibt es Kritiker, die an ihren alten Indie-Vorlieben festhalten. “Ich sage immer, man muss ein ganz besonderes Menschenbild haben, um Hater zu sein, weil: a) wer hat schon die Zeit dafür? Und b) die Musikindustrie ist so gesättigt mit Künstlern und Genres, dass man einfach weiterziehen kann, wenn es nicht das Richtige ist.”

Die erwartungen an pop-girlies sind schlichtweg unmöglich

Die erwartungen an pop-girlies sind schlichtweg unmöglich

Qisha spricht offen über die höheren Erwartungen, die an weibliche Künstler gestellt werden. “Die Messlatte für Pop-Girlies liegt ungewöhnlich hoch. Gerade mit der Viralität von TikTok und dem schnellen Aufstieg von Künstlern über Nacht, gibt es keinen Raum für Wachstum. Man erwartet von Addison Rae, dass sie wie Beyoncé singt, wie Tate McRae tanzt und zwanzig Jahre Erfahrung in einem Performance-Paket vereint. Bei einem Mann hingegen darf er mit dem gleichen T-Shirt und Jeans auf die Bühne gehen und mit einer Gitarre rocken – und wir jubeln ihm zu: ‘Ja, König, gib mir mehr!’” Ein weiteres Beispiel: “Wenn ein Mann sich den Paparazzi verweigert, loben wir ihn. Aber wenn es eine Frau tut, wird sie plötzlich als Diva abgestempelt.”

“Surprise, surprise”: ein ehrlicher blick auf die liebe

Ihr neuestes Release, “Surprise, Surprise”, ist, wie Qisha selbst sagt, einer ihrer ehrlichsten Songs. “Es geht darum, in eine Beziehung zurückzukehren, von der man weiß, dass sie nicht gut für einen ist – und die einen manchmal schlecht über sich selbst denken lässt. Es ist einfach, die Schuld auf den Partner zu schieben, aber irgendwann fragt man sich: ‘Liegt es vielleicht an mir?’ Denn ich bin mir bewusst, dass ich immer wieder zurückkehre, und das ist eine bewusste Entscheidung.”

Das verlangen der frau: tabu oder befreiung?

Auch das Thema Sexualität wird von Qisha direkt angesprochen. Der Song “YDH” (Young, Dumb and Horny) sorgte für Diskussionen: “Als wir den Titel vorschlugen, waren sich alle begeistert, aber gleichzeitig unsicher wegen des Wortes ‘horny’. Ich habe gesagt: ‘Genau deswegen gehört es in den Song! Denn es ist ein Wort, das oft tabuisiert wird, besonders wenn es um Frauen geht.’” Qisha sieht in “YDH” den Beginn einer Reise, die das rohe Gefühl eines ersten Schwärmens einfängt – ohne Logik oder Verstand, einfach nur das Verlangen.

Was die zukunft bringt

Nach einer kurzen Verschnaufpause vor dem Festival-Sommer widmet sich Qisha dem “Doomscrolling”, wie sie es nennt. “Ich muss das einfach akzeptieren.” Ob ein Album folgen wird? “Ich würde es gerne so nennen, aber ich bin offen für andere Wege, Musik zu machen. Es hat seinen Reiz, einfach Dinge rauszubringen und zu sehen, wie sie ankommen. Solange die Musik authentisch ist und ich stolz darauf bin, bin ich glücklich, wenn sie einfach so erscheint.”

Fotografie: Emily White; Text: Lydia Venn; Styling: Rebecca Jane Hill; Chefredakteur: Claire Hodgson; Art Direction: Alex Hambis; Entertainment Editor: Alicia Lansom; Make-Up: Yolanda Dohr Using Vieve Beauty; Haar: Hiroshi Matsushita Using R+Co Uki; Nägel: Ami Streets @ The Wall Group Using Kure Bazaar; Stylistenassistent: Angel Cordova-Todd; Fotoassistent: Lucy Ranson; Produktion: Beverley Croucher

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