Zendaya überrascht: von schiaparelli zur mcqueen-ikone

Zendaya hat die Mode-Welt in ihren Bann gezogen – und zwar auf eine Weise, die selbst eingefleischte Fashionistas überrascht. Nach dem atemberaubenden Auftritt in einem Schiaparelli Couture-Kleid, das direkt von der Pariser Laufsteg geliefert wurde, bewies sie erneut ihren unkonventionellen Stil und ihre Liebe zum Vintage.

Ein blick in die archive: zendayas hommage an alexander mcqueen

Ein blick in die archive: zendayas hommage an alexander mcqueen

Während viele erwartet hätten, dass sie weiterhin mit den neuesten Trends jongliert, entschied sich Zendaya für eine mutige Wahl: ein Kleid aus Alexander McQueens Frühjahrskollektion von 1997 für Givenchy. Diese Kollektion, die unter dem Namen „Die Suche nach dem goldenen Vlies“ bekannt wurde und von der griechischen Mythologie inspiriert ist, markierte McQueens ersten Auftritt für das Modehaus Givenchy. Ein Statement, das weit mehr als nur einen modischen Akzent setzt.

Für die Pariser Premiere von „Odysee“ trug Zendaya das dritte Look der fast 30 Jahre alten Kollektion, das einst von Debra Shaw auf dem Laufsteg präsentiert wurde. Keine leichte Angelegenheit, denn das Kleid ist alles andere als ein luftiger Chiton. Es handelt sich um ein eng anliegendes, korsettiertes, weißes Langarmkleid mit einem tiefen V-Ausschnitt, der fast bis zu den Ohren reicht, und auffälligen, gepolsterten Schultern. Anstelle von fließenden Stoffen präsentierte McQueen üppige Ärmel, die über die Unterarme hingen – eine kühne Abweichung von den klassischen griechischen Silhouetten.

Doch Zendaya ging einen Schritt weiter und komplettierte den Look mit dem originalen Laufsteg-Headpiece: eine aufwendige goldene Maske, die unter den Wangenknochen beginnt und sich bis über den Kopf erstreckt, wo sie in einer scharfen Spitze endet. Diese Kombination aus historischer Mode und modernem Glamour zeigt Zendayas Fähigkeit, die Grenzen des Stils neu zu definieren. Gemeinsam mit ihrem Stylisten Law Roach hat sie eine zeitgenössische Interpretation der Göttin Athena geschaffen, die wie von den Modegöttern selbst geformt wirkt.

Die Verbindung zwischen Daniel Roseberrys jüngstem Schiaparelli Couture-Debüt und Alexander McQueens visionärer Arbeit ist bemerkenswert. Zendaya und Roach haben hier nicht nur ein Kleid getragen, sondern eine Brücke zwischen zwei Generationen von Designern geschlagen und bewiesen, dass wahre Modezeitlose ist. Die Entscheidung, nicht auf das Neueste, sondern auf ein Stück Modegeschichte zu setzen, spricht Bände über Zendayas Selbstbewusstsein und ihren einzigartigen Sinn für Stil – ein Stil, der weiterhin für Gesprächsstoff sorgt.