Zehn jahre haute couture: ein blick auf den street style von 2016
Rom, Paris – die Modehauptstädte sind wieder in Aufruhr, denn die Saison der Haute Couture 2026 steht vor der Tür. Während Pierpaolo Piccioli bei Balenciaga sein Debüt gibt und Duran Lantink Jean Paul Gaultier neu interpretiert, werfen wir einen nostalgischen Blick zurück auf die Straßen von Paris im Juli 2016. Zoë Kravitz, damals mit ihrem Verlobten Harry Styles, erregte Aufsehen mit einem Valentino-Look, der bis heute als ikonisch gilt. Und was passierte danach in der Welt des Street Style?
Das vermächtnis von bella hadid: mehr als nur saint laurent
Bella Hadid, die heute vor allem für ihre Auftritte bei Saint Laurent bekannt ist, war 2016 eine der begehrtesten Models der Branche. Sie lief nicht nur für Atelier Versace, Christian Dior, Givenchy und Fendi, sondern begeisterte auch mit ihrem unverkennbaren Street-Style-Auftritt, bei dem ihre Jeansjacke mit dem Aufdruck “Hadid” für Gesprächsstoff sorgte. Pat McGrath zauberte einen auffälligen, scharlachroten Lippenstift, der ihre Ausstrahlung noch verstärkte.

Die ewigen stars: natalia vodianova und lucinda chambers
Einige Dinge ändern sich nie. Natalia Vodianova, ein fester Bestandteil der Front Row bei Christian Dior, und Lucinda Chambers, die weiterhin ihrer Vorliebe für Streifen treu bleibt, beweisen, dass zeitloser Stil immer im Trend liegt. Christine Centenera, damals noch Fashion Director von Vogue, sorgte bereits für Aufsehen – und wird bald mit der Wardrobe.NYC x H&M Kollektion zu sehen sein. Die Mode ist flüchtig, aber der Geschmack bleibt.

Von sofia sanchez de betak bis teddy quinlivan: ein kaleidoskop des stils
Die Liste der Stilikonen von 2016 ist lang und beeindruckend. Sofia Sanchez de Betak, die ein Jahr später ihre eigene Marke Chufy lancierte, trug Valentino mit Bravour. Soo Joo Park wusste stets, wie sie aus der Masse herausstechen konnte. Teddy Quinlivan, deren Aufstieg zum Street-Style-Superstar bereits 2019 von Vogue gewürdigt wurde, experimentierte mit extravaganten Looks von Maison Margiela und Rabanne. Cindy Bruna, die inzwischen auch vor der Kamera Erfolge feiert, verzauberte mit ihrem Glamour.
Vergessene gesichter und neue marken
Es gab auch Gesichter, die heute vielleicht weniger im Rampenlicht stehen, aber damals das Modegeschehen prägten. Edie Campbell, Mica Argañaraz und Anna Ewers rockten den Motorrad-Glamour, während Stella Tennant, tragend für Chanel, einen letzten, unvergesslichen Auftritt hatte. Justin O’Shea, damals Creative Director von Brioni, inszenierte seine erste Show in Paris – allerdings auch die letzte Couture-Show der Marke. Giorgia Tordini und Gilda Ambrosio, die später The Attico gründeten, waren feste Größen auf der Street-Style-Szene. Catherine McNeil und Binx Walton wurden dabei erwischt, wie sie sich einen Moment außerhalb der Laufbahn gönnten.
Die details, die überzeugen
Hanne Gaby Odiele, die sich leidenschaftlich für die Rechte intersexueller Menschen einsetzt, strahlte nach der Atelier Versace Show. Vera Wang, stets in Schwarz gekleidet, wird voraussichtlich auch bei den Couture-Shows 2026 dabei sein. Nadège Vanhée, kurz nach ihrem Debüt bei Hermès, trug einen Hauch der markentypischen Orange. Giovanna Engelbert und Laure Hériard-Dubreuil waren ein eingespieltes Team bei den Couture-Wochen. Jeanne Damas und Veronika Heilbrunner, beide in Valentino, bleiben stilsichere Freunde.
Die vergangene Dekade hat gezeigt: Street Style ist mehr als nur Kleidung. Es ist Ausdruck von Persönlichkeit, Kreativität und einer unerschöpflichen Liebe zur Mode. Und während sich die Trends ändern, bleibt die Essenz des Stils bestehen.
