Zendaya setzt auf familienerbe: ein brautkleid mit geschichte!
Ein glamouröser Abend in Rom, eine atemberaubende Robe – und eine überraschende Wendung: Zendaya traf bei der Premiere von „The Drama“ eine modische Entscheidung, die für Gesprächsstoff sorgte. Statt eines völlig neuen Ensembles entschied sich die Schauspielerin für ein Kleid, das bereits eine bemerkenswerte Geschichte kennt.

Ein „something borrowed“ von cate blanchett
Das schwarze Armani Privé Kleid, verziert mit aufwendiger Stickerei und einem tiefen Ausschnitt, mag auf den ersten Blick neu wirken. Doch scharfsinnige Modebeobachter erinnerten sich schnell an Cate Blanchett, die ein nahezu identisches Kleid beim Filmfestival von Venedig im letzten Jahr trug. Und tatsächlich: Es handelt sich um dasselbe Kleid, das Zendaya von Blanchett entliehen hat. Eine clevere Geste, die in das Thema ihres aktuellen Films passt und gleichzeitig eine Hommage an die Stilikone Blanchett darstellt.
Zendaya scheint eine Strategin zu sein. Bereits bei der Premiere in Los Angeles trug sie ein weißes Vivienne Westwood Kleid aus dem Jahr 2015 als ihr „Something Old“, was Gerüchte über eine bewusste Inszenierung verstärkte. Ihr Stylist Law Roach bestätigte die Theorie auf Instagram, indem er ein einfaches „Danke, Cate Blanchett“ postete.
Cate Blanchett ist bekannt dafür, Kleider zu wiederholen – bereits vor dem Filmfestival von Venedig hatte sie das Armani Privé Ensemble bei den SAG Awards 2022 getragen. Die Wiederverwendung von Kleidern ist längst kein Tabu mehr, sondern wird zunehmend als Zeichen von Nachhaltigkeit und Stilbewusstsein gewertet. Tatsächlich hat Vogue dieses Jahr sogar den „Cate Blanchett Sustainability Award for Best Vintage or Archival Fashion“ ins Leben gerufen.
Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als das Wiederaufleben eines Kleides für Aufsehen sorgte? Im Jahr 2006 sorgte ein vermeintlicher Vintage-Chanel-Look von Reese Witherspoon bei den Golden Globes für einen kleinen Skandal, da sich herausstellte, dass Kirsten Dunst das gleiche Kleid bereits drei Jahre zuvor getragen hatte. Damals wurde die Situation von Witherspoon’s damals zuständiger PR-Agentur als „Fehltritt“ gewertet.
Heute ist die Situation völlig anders. Nicht nur wird das Wiederverwenden gefeiert, sondern es kann auch als eine clevere Marketingstrategie dienen. So trugen Julia Roberts und Amanda Seyfried beim Filmfestival von Venedig im selben Jahr identische Looks von Versace, die einen ersten Eindruck der neuen Kollektion des Designers vermitteln sollten.
Die Zeiten haben sich gewandelt, wie José Criales-Unzueta treffend bemerkte, als Joan Rivers noch ein Segment namens „Bitch Stole My Look“ moderierte. Zendayas Entscheidung, ein Kleid von Cate Blanchett zu tragen, ist nicht nur ein modischer Moment, sondern auch ein Zeichen für die wachsende Wertschätzung von Nachhaltigkeit und Individualität in der Modebranche. Es zeigt, dass wahre Eleganz nicht im Neukauf, sondern in der bewussten Auswahl und der Geschichte liegt, die ein Kleid erzählt.
