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Ballet-schuhe abschied? derby-schuhe erobern die modeszene!

Die Welt der Mode ist ständig in Bewegung, und was gestern noch angesagt war, kann heute schon wieder aus der Mode sein. Ein Trend, der die Laufstege und Straßen in den letzten Jahren dominierte, scheint nun langsam seinem Ende entgegenzugehen: die Ballerina-Schuhe. Stattdessen machen sich robuste, elegante Derby-Schuhe immer mehr bemerkbar – ein stilvoller Wandel, den wir unbedingt im Auge behalten sollten.

Ein blick zurück: die ballerina-schuhe und ihre glorreiche vergangenheit

Von den 2010er-Jahre-It-Girls wie Alexa Chung und Kate Moss bis hin zu den aktuellen Kollektionen von Ferragamo, JW Anderson und Simone Rocha – die Ballerina-Schuhe hatten eine lange und erfolgreiche Zeit. Nach einer kurzen Abwesenheit, die von klobigen Sneakern und anderen auffälligen Schuhmodellen geprägt war, feierten sie ein fulminantes Comeback. Ballerinas, Ballerinasneakers und Ballerinalloafer waren plötzlich wieder unverzichtbar. Die französische Marke Repetto spielte dabei eine Schlüsselrolle und wurde von neuen Modeikonen wie Lily-Rose Depp und Kaia Gerber übernommen.

Doch die Geschichte des Ballettschuhes reicht weiter zurück. Im Pariser Museum Maison Gainsbourg kann man ein Paar der von Serge Gainsbourg geliebten Repetto-Schuhe bewundern, die ihm einst von seiner Partnerin Jane Birkin als Schutz für seine “empfindlichen” Knöchel geschenkt wurden. Diese Schuhe erinnern an die Silhouette des Derby-Schuhs – ein Detail, das wir angesichts des bevorstehenden Frühlings und Sommers unbedingt beachten sollten.

Der derby-schuh: ein klassiker mit überraschenden wurzeln

Der derby-schuh: ein klassiker mit überraschenden wurzeln

Der Derby-Schuh, dessen Ursprünge im Nebel der Geschichte liegen, hat eine faszinierende Vergangenheit. Einige Historiker führen sein Design auf Edward Smith-Stanley, den 14. Earl of Derby, zurück, der einen robusten, aber eleganten Schuh benötigte. Andere sehen den Ursprung in den Anforderungen des russischen Armeeoffiziers Gebhard Leberecht von Blücher, der Schuhe für den Einsatz im Feld brauchte. Der Derby-Schuh, der auch als Blucher, Gibson oder Lorne bekannt ist, erfreute sich in den 1850er-Jahren großer Beliebtheit als Sportschuh und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum festen Bestandteil der Alltagskleidung.

Obwohl er die Form und viele der gleichen Designelemente wie Gainsbourgs bevorzugte Schuhe teilt, ist der Derby-Schuh deutlich weicher und fließender als die Modelle, die in den britischen East Midlands getragen wurden. Und genau diese geschmeidige, elegante Ausstrahlung macht ihn jetzt so begehrt.

Die rückkehr des derby-schuhs: von der laufsteg- zur straßenmode

Die rückkehr des derby-schuhs: von der laufsteg- zur straßenmode

Jacquemus setzte mit seiner Frühjahrskollektion 2024 den ersten Impuls, indem er eine Zusammenarbeit mit Repetto ankündigte. Lemaire griff den Lace-up-Stil stillschweigend auf, während Celine unter Michael Riders amerikanischem Einfluss einen neuen Trend definierte. Auch Jonathan Anderson’s Debüt für Dior unterstreicht diesen Trend. Neben Repetto bietet beispielsweise das Label Sessùn von Emma François eine stilvolle und sanfte Interpretation des Derby-Schuhs namens “Astaire” aus glattem Patentleder – eine Hommage an den legendären Tänzer Fred Astaire.

Der Derby-Schuh ist praktischer als die oft fragil wirkenden Ballerina-Schuhe und bietet mehr Stil als ein einfacher Loafer. Er ist einfach gemacht, um zu laufen! Ein weißes Modell im Stil von Gainsbourg ist der perfekte Start in die Saison, denn es verkörpert Leichtigkeit und Verspieltheit. Ob auf den Laufstegen, in den Redaktionen oder auf der Straße – der Derby-Schuh ist zurück und erobert die Herzen der Modebegeisterten. Von Proenza Schouler bis Zara findet man ihn überall.

Egal, ob man einen Spaziergang auf den Champs-Élysées macht oder im Park entspannt – der Derby-Schuh ist bereit für seinen großen Auftritt. Er verkörpert den unbeschwerten Geist des Frühlings und vermittelt ein Gefühl von Leichtigkeit und Eleganz. Ein Schuh für alle, die Stil und Komfort vereinen wollen.