Jai courtney: vom "expendables“-actionstar zum ranch-drama – und zum ruhigen leben in new york

Vergessen Sie das Rampenlicht von Hollywood: Jai Courtney, bekannt aus Filmen wie "Suicide Squad“ und "Expendables“, hat sich für ein ungewöhnliches Leben entschieden. Während er gerade in der Yellowstone-Spinoff-Serie "Dutton Ranch“ als Antagonist Rob-Will glänzte, versteckt er sich und seine Familie in ländlichen Gegenden von Upstate New York, wo der Internetanschluss mal eben 48 Stunden ausfallen kann. Ein Leben fernab des Trubels, das Courtney offenbar bewusst gewählt hat.

Der skrupellose rob-will: ein charakter nach seinem geschmack

Der skrupellose rob-will: ein charakter nach seinem geschmack

In "Dutton Ranch“ verkörperte Courtney Rob-Will Jackson III, einen Mann mit drei Vornamen und einer gehörigen Portion Skrupellosigkeit. Als Sohn der Rancherin Beulah Jackson (gespielt von Annette Bening) steht er den Dutton-Helden Rip (Cole Hauser) und Beth (Kelly Reilly) in nichts nach und scheint bereit, alles zu tun, um die Kontrolle über das Familienunternehmen zu erlangen. Courtney selbst beschreibt die Rolle als „seine Art von Brot und Butter“ – ein Charakter voller Facetten, der ihm die Möglichkeit gibt, die dunkleren Seiten der menschlichen Natur zu erforschen.

„Jeder in dieser Welt hat eine Art verdrehtes moralisches Kompass“, erklärt Courtney in einem Interview. „Sie sind fehlerhaft, das sind wir doch alle. Aber es macht so viel Spaß, das anzunehmen, weil man dann unverfroren sein kann.“ Courtney scheint die Freiheit zu genießen, Charaktere zu spielen, die nicht in gut und böse eingeteilt werden können – Figuren mit eigenen Motivationen und Schwächen.

Ein überraschendes Ende: Das Ende von Rob-Will kam für Courtney wie ein Schock. Nach einer Eskalation des Konflikts zwischen seiner Mutter, der Dutton Ranch und der illegalen Viehoperation der Familie wird er von seinem Adoptivbruder Joaquin (Juan Pablo Raba) erschossen. „Ich war natürlich traurig, als es vorbei war“, gesteht Courtney, „aber ich habe gelernt, solchen Dingen zu vertrauen und einfach mitzugehen.“

Courtney betont, dass er bei seinen vielen Todsszenen – mittlerweile sind es schon 20 oder 21 – immer versucht, etwas Neues und Unerwartetes zu schaffen. „Ob man erschossen, erstochen oder in den Tod stürzen muss, man will, dass es sich gut anfühlt und etwas befriedigt, was man vielleicht noch nicht gesehen oder getan hat.“ Der Kampf gegen Rip Hauser in der Finale-Episode, bei dem Courtney von einer Autotür verprügelt wird, sei da ein besonders „brutaler“ Moment gewesen, ohne jegliche Vorbereitung oder Proben.

Obwohl Courtney seine Zeit als Rob-Will genoss, scheint er sich auf neue Projekte zu freuen. Neben dem Action-Comedy-Film „Protecting Jared“ mit Jason Momoa und Andy Samberg arbeitet er an „Blood on the Promontory“, einem düsteren Western, in dem er an der Seite von Sam Worthington und Jack Quaid zu sehen sein wird. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch eine Rückkehr zu Taylor Sheridan und dem Yellowstone-Universum. „Vielleicht bekomme ich ja noch einen Anruf“, schmunzelt Courtney.

Die Entscheidung für ein ruhiges Leben in der Natur, fernab des Hollywood-Zirkus, hat Courtney sichtlich gut getan. Es ist das „Urlaub vom Zuhause“, wie er es nennt - ein Leben ohne den ständigen Druck und die Erwartungen der Filmindustrie. Ein Leben, in dem er die Zeit mit seiner Familie genießen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren kann.