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Bardem kehrt zurück: neuer 'cape fear'-ableger verspricht mehr schrecken als je zuvor

Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit 'No Country for Old Men' Javier Bardem auf der Leinwand terrorisierte, doch der Schauspieler hat seine unheimliche Aura keineswegs verloren. Ab dem 5. Juni kehrt er in einer neuen Apple TV+ Serie zurück, die den Klassiker neu interpretiert und das Publikum in Angst und Schrecken versetzen will.

Eine düstere neuerfindung des horrorklassikers

Eine düstere neuerfindung des horrorklassikers

Der erste Trailer der Serie, der am Dienstag veröffentlicht wurde, offenbart einen Bardem, der Patrick Wilson und Amy Adams, die ein wohlhabendes Vorstadtleben führen, mit einer Intensität bedroht, die ihresgleichen sucht. Er schlüpft in die Rolle von Max Cady, einem rachsüchtigen Trieb, der die Familie ins Visier nimmt. Doch diesmal scheint die Atmosphäre noch beklemmender und finsterer zu sein als in Martin Scorseses bereits legendärer Verfilmung von 1991.

Die Geschichte selbst ist bekannt: 'Cape Fear' basiert auf dem Roman 'The Executioners' von John D. MacDonald und wurde bereits 1962 sowie 1991 adaptiert. Während Robert De Niro die Rolle in Scorseses Version übernahm, entschied sich Apple TV für Bardem – und das in einer ganzen Serie. Eine bemerkenswerte Wendung der Geschichte ist, dass Martin Scorsese selbst als ausführender Produzent an Bord ist, zusammen mit dem Regie-Titan Steven Spielberg.

Ein überraschender Deal hinter den Kulissen: Was viele nicht wissen: Spielberg sollte eigentlich Scorseses Version von 'Cape Fear' inszenieren. Doch aufgrund der expliziten Gewaltdarstellung des Films übergab Spielberg das Projekt Scorsese, der ihm im Gegenzug die Regie von 'Schindlers Liste' ermöglichte. Die neue Serie folgt im Wesentlichen der gleichen Handlung wie Scorseses Film: Max Cady, ein verurteilter Mörder, entkommt aus dem Gefängnis, um Rache an den Anwälten zu nehmen, die ihn inhaftieren ließen. Er behauptet, diese hätten Beweise zurückgehalten, die ihn hätte freisprechen können.

Patrick Wilson und Amy Adams übernehmen die Rollen von Nick Nolte und Jessica Lange aus der ursprünglichen Verfilmung und bilden zusammen mit Bardem das zentrale Trio dieser zehnteniligen Miniserie. Die Serie mag auf den ersten Blick dem Film von 1991 ähneln, bis hin zu den vertrauten Kulissen Floridas, doch sie deutet auf eine deutlich andere – und wesentlich unheimlichere – Interpretation von Max Cady hin. Er ist weniger ein verirrter Fanatiker und wirkt eher wie ein Anhänger einer dämonischen Macht, wenn nicht gar des Teufels selbst.

Tattoos als Zeichen des Bösen: Auf auffälligen, kaum wahrnehmbaren Momenten zeigt sich Max Cady mit freiliegenden Oberkörpern und verstörenden Tattoos – schwebende Augen und eine Darstellung des Sensenmanns mit einer riesigen Sense. Diese Tattoos strahlen eine deutlich düstere Energie aus als die eher konventionellen Gefängnistätowierungen mit christlichen Kreuzen und Bezügen zu seiner Ex-Frau Loretta, die De Niro in seiner Version trug. Bardems Tattoos wirken wie die eines ritualisierten Satanisten.

Selbst wenn diese neue 'Cape Fear'-Adaption nicht die gleiche dunkle Magie wie Scorseses Film einfängt, so ist sie doch ein eindrucksvolles Beispiel für Javier Bardems schauspielerische Kraft in seiner monströsesten Form. In Kombination mit dem panischen Geschrei von Patrick Wilson und Amy Adams, ist man als Zuschauer sicher auf eine beängstigende Fahrt vorbereitet.